Google Tag Manager: Einführung & Häufige Fragen

In diesem Beitrag lernst du Was der Google Tag Manager ist, welche Probleme er löst, wo die Vorteile bei Verwendung des Google Tag Managers (GTM) liegen und wie er funktioniert.

Inhaltsverzeichnis

Autor | René van Loock

Digital Analyst und TÜV-Nord Zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Seit mehr als 3 Jahren beschäftige ich mich täglich mit dem Google Tag Manager.

Was ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager vereinfacht das Verwalten und Hinzufügen von Marketing-Pixeln und Tracking-Codes auf einer Website.

Ohne den Tag Manager müssen zum Beispiel für den Zweck der Web-Analyse oder der Messung von Conversions bei Facebook Werbung, einzelne kleine Code-Schnipsel der Website hinzugefügt werden. Grundsätzlich verursacht das nicht allzu viel Arbeit. Es ist aber nötig direkt in den Quellcode der Website einzugreifen. Es ist ratsam hierzu zumindest Grundkenntnisse im Bereich der Webentwicklung mitzubringen und selbst dann können Fehler auftreten. Schlimmstenfalls ist die Website nicht mehr richtig benutzbar.

Dieses Problem löst der Google Tag Manager

Der Google Tag Manager (GTM) wird einmalig der Website hinzugefügt und agiert danach als eine Art Container (Sammelbecken) für weiteren Code. Über eine einfache Web-Oberfläche kann der Tag Manager bedient werden.  Für alle gängigen Tags-, Pixel etc. gibt es Vorlagen die auch von Marketing Verantwortlichen mit wenig IT-Erfahrung bedient werden können. Das spart IT-Ressourcen und sorgt für schnellere Agilität.

Häufigste Anwendungsfälle des Google Tag Managers sind:

  • Button- und Klicktracking,
  • Scrolltracking
  • Formular & Conversiontracking (z.B Google Ads)
  • Messen von Seitenaufrufen
  • Messen von Klicks auf Externen Links (zum Beispiel Social Media)

 

Im Vergleich zu anderen Tag Management Systemen liefert der Google Tag Manager eine Vielzahl von Templates. Dadurch lassen sich zum Beispiel Hotjar, Google Analytics, Google Ads Remarketing, Tradedoubler und weitere bekannte Tracking- Analysedienste mit sehr wenig Aufwand hinzufügen.

Vorteile des Google Tag Managers

  • Besonders einfach über eine Browser Oberfläche benutzbar
  • Zuverlässiger Vorschau Modus (vereinfacht das Testen von Tags)
  • Große Community, die eine Vielzahl von Templates zur Verfügung stellt.
  • Zahlreiche Vorlagen für Tags, Trigger & Variablen
  • Nahtlose Integration in den Google Kosmos
  • Meist verbreitet, geschätzter Marktanteil 80% (2020).

Allgemeine Vorteile eines Tag Managers (Tag Management Systems)

  • Gut für SEO und Conversion-Rate: Schnellere Ladezeiten durch asynchrones Laden.
  • Spart IT-Ressourcen und ist flexibel: Einfaches Handling über die Browser Oberfläche, spart IT-Ressourcen ein und ermöglicht schnelle Änderungen.
  • Besserer Durchblick: Sauberer Quellcode durch Sammlung der Tags in einem Container. Bessere Übersicht.
  • Mehr Sicherheit: Geringere Fehleranfälligkeit durch Vorschau Modus und automatische Überprüfung.

 

Einfachere Einhaltung der DSGVO: Über einen Tag Manager hat man einen guten Überblick über alle Third Party Tools & Tracker. Außerdem lassen sich Abhängigkeiten für die Auslösung der Tags definieren. Zum Beispiel löse das Facebook Pixel nur aus, wenn der Nutzer das Cookie, in dem die Zustimmung gespeichert ist, besitzt.

Was kostet der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager ist kostenlos nutzbar. Es gibt auch eine Bezahlversion. Den Google Tag Manger 360°. Dieser liefert aber vor allem Funktionen, die eine bessere Verwaltung ermöglichen. So lassen sich Berechtigungen für verschiedene Bereiche des Tag Managers vergeben und allgemein stehen mehr mögliche Benutzerberechtigungen zur Verfügung.

Wie bei vielen kostenlosen Tools, zum Beispiel auch Google Analytics, wird „das Projekt“ Google Tag Manager meist nicht professionell angegangen. Da das Tool kostenlos ist, ist die gängige Meinung, dass hier ein bestehender Mitarbeiter nebenbei mit dem Google Tag Manager arbeiten kann.

Vorab ist eine umfangreiche Schulung oder der Einsatz eines Experten bei mittleren und größeren Unternehmen empfehlenswert. Insofern können bei Nutzung des GTM´s sehr wohl Kosten entstehen.  

Wie funktioniert der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager ist technisch gesehen ein asynchroner JavaScript Tag Injector. Der Tag Manager besteht aus Tags, Trigger und Variablen und erstellt auch eine sogenannte Datenschicht.

Mehr dazu erfährst du auf dieser Webseite. Für den Anfang könntest du mit folgenden Beiträgen starten:

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